Gesetze & Verordnungen

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird zum 01.11.2020 eingeführt.
Im GEG vereinigen sich das Energieeinspargesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie das Erneuerbare Energien Wärmegesetz des Bundes (EEWärmeG).
Übergangsweise dürfen bis 01.05.2021 Energieausweise für Bestandsgebäude weiterhin nach der EnEV ausgestellt werden.

a) Nachrüstverpflichtungen

Bereits die EnEV 2013 enthielt drei Nachrüstverpflichtungen für Eigentümer von Wohngebäuden. Diese Nachrüstverpflichtungen werden vom GEG im gleichen Wortlaut übernommen und weitere Pflichten ergänzt.

  • Außerbetriebnahme von Heizkesseln (§72)
    Öl- und Gas-Standardheizkessel, die Baujahr 1991 und früher eingebaut wurden, dürfen nicht mehr betrieben und müssen ausgetauscht werden. Ab 2022 gilt dies darüber hinaus für Kessel, die älter als 30 Jahre sind.
  • Dämmung der oberste Geschossdecke (§47)
    die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzt. Die Dämmpflicht gilt sowohl für begehbare aber auch nicht begehbare Geschossdecken, jedoch müssen diese frei zugänglich sein. Eine weitere Möglichkeit dieser Verpflichtung nachzukommen wäre das darüber liegende Dach zu dämmen. Ist der Mindestwärmeschutz [DIN 4108 Teil 2] erfüllt, entfällt diese Pflicht.
  • Dämmung Heizungs- und Warmwasserrohre (§71)
    Es sind Heizungs- und Warmwasserleitungen, welche in unbeheizten Raum verlaufen und zugänglich zu dämmen.
    Die Dämmstoffdicke wird in der Anlage 8 des GEG präzisiert.
  • Betriebsverbot für Heizkessel mit Heizöl oder mit festem fossilen Brennstoff (§72 Abs. 4)
    Ab dem 01.01.2026 dürfen keine Heizkessel mit diesen Energieträgern neu eingebaut werden. Ausnahmen erfolgen u.a. über die Einbindung erneuerbarer Energien.

Von den oben genannten Nachrüstpflichten sind selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser ausgenommen, wenn der Eigentümer eine Wohnung schon vor dem 01. Februar 2002 selbst bewohnt. Im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 muss vom neuen Eigentümer die Nachrüstung innerhalb von zwei Jahren erbracht werden.

b) Energieausweise für Wohngebäude

Bereits seit der EnEV 2007 waren Sie dem potentiellen Käufer oder Neumieter gegenüber verpflichten einen Energieausweis vorzulegen, jedoch nur wenn Dieser ihn verlangte. Durch das in Krafttreten der Novelle am 1. Mai 2014 hat sich einiges verschärft. Die Anforderungen sind in der EnEV2013, § 16 (Ausstellung und Verwendung von Energieausweisen) geregelt. Mit Hilfe der Energieeffizienzklassen wird dem Neumieter oder Käufer eine Vergleichbarkeit der Energieeffizienz von Gebäuden dargelegt und somit eine Markttransparenz im Gebäudebereich erzielt.

  • Übersicht der Pflichtangaben in einer Immobilienanzeige
    > Energieausweistyp: Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis
    > Energieträger Heizung (überwiegende)
    > Baujahr des Gebäudes
    > Effizienzklasse
    > Endenergieverbrauch [kWh/m²a]
  • Übersicht der Änderungen
    > Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in gewerblichen Immobilienanzeigen
    > Pflicht zur unaufgeforderten Vorlage des 10 Jahre gültigen Energieausweises gegenüber Kauf- oder Mietinteressenten bei der Besichtigung
    > Pflicht zur Aushändigung des Energieausweises in Original oder Kopie an Käufer oder Mieter spätestens bei Vertragsabschluss
  • > Im Falle eines Verkaufs eines Wohngebäudes (Ein-/Zweifamilienhäuser) muss der Käufer ein kostenfreies und informatives Beratungsgespräch zum Energieausweis erhalten (durch ausstellungsberechtigten Energieberater oder Energieagentur)

 

EWärmeG-BW

Ein Gesetz des Landes Baden-Württemberg. Wichtig für alle Eigentümer, die ihre zentrale Heizanlage austauschen, diese müssen mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien mit der Inbetriebnahme der neuen Heizanlage nachweisen.